Die aktuellen Diskussionen um die Wiedereinführung der Wehrpflicht oder eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres haben auch die Aufmerksamkeit auf die Freiwilligendienste gelenkt. Entsprechend wurde die LAG in kurzer Zeit zum zweiten Mal von der Hessenschau angefragt.
Am 09.09.2025 wurde der LAG-Koordinator Axel Eppich interviewt. Thema war die Haltung der LAG zum Zivildienst, falls dieser wieder eingeführt würde.
Eppich betonte dabei:
• Freiwilligkeit ist zentral – Engagement lässt sich nicht verordnen.
• Freiwilligendienste sind keine Antwort auf den Fachkräftemangel. Zwar beginnen etwa zwei Drittel der Freiwilligen im Anschluss eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich, doch dieser Effekt ist ein wertvolles Nebenprodukt – nicht die Hauptaufgabe der Freiwilligendienste.
• Bessere Rahmenbedingungen sind entscheidend: Mehr junge Menschen könnten gewonnen werden, wenn die Bekanntheit gesteigert und ein angemessenes Entgelt gezahlt würde. Dieses müsse vom Staat finanziert werden.
Damit Freiwilligendienste nachhaltig wirken können, braucht es ein klares gesellschaftliches Bekenntnis: Der Einsatz für Gemeinwohl und Demokratie muss uns auch materiell etwas wert sein. Der Staat muss die notwendigen Mittel bereitstellen, um Engagement zu fördern und sichtbar wertzuschätzen.
Der Link zum Beitrag vom 09.09.2025 findet sich hier.




