Freiwillige, Schulen und Unterstützer*innen des FSJ Pädagogik in Sachsen setzen sich mit einer Online-Petition gegen die im Haushaltsentwurf vorgesehenen Kürzungen ein.
Das Programm ermöglicht Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 26 Jahren einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst an Grund-, Ober- und Förderschulen sowie Gymnasien. Nach Angaben des MDR gibt es derzeit 255 Plätze an sächsischen Schulen, die das Kultusministerium mit knapp zwei Millionen Euro pro Schuljahr finanziert. Ab dem Schuljahr 2027/28 soll diese Förderung nach den bisherigen Planungen entfallen.
Die Petition richtet sich an die sächsische Staatsregierung und den Landtag. Sie fordert, die Finanzierung des FSJ Pädagogik für 2027/28 und darüber hinaus zu sichern, die bisherigen Platzkapazitäten zu erhalten und langfristige Planungssicherheit für Freiwillige und Schulen zu schaffen. Zentraler Erfolg des Programmes ist, dass Freiwillige Lehrkräfte im Schulalltag unterstützen, Kindern zusätzliche Begleitung ermöglichen und eigene Projekte übernehmen können. Zugleich dient das FSJ vielen jungen Menschen als praxisnahe Berufsorientierung. Gerade mit Blick auf den Lehrkräftemangel – insbesondere im ländlichen Raum – kann es dazu beitragen, Interesse an pädagogischen Berufen zu wecken und eine fundierte Berufswahl zu ermöglichen.
Am 9. Oktober 2026 demonstrierten junge Menschen vor dem Sächsischen Landtag in Dresden für den Erhalt des Programms. Mit Redebeiträgen, Bannern und Transparenten machten sie auf die drohende Streichung aufmerksam und verliehen der Petition öffentlich Nachdruck. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass mit dem FSJ Pädagogik nicht nur eine vergleichsweise kostengünstige Unterstützung für mehr als 200 Schulen verloren ginge, sondern auch ein bewährter Lern- und Orientierungsort für junge Menschen. Die Petition läuft weiter und kann weiterhin unterstützt werden.
Details zum FSJ Pädagogik finden sich hier.



