Beim Parlamentarischen Frühstück der nationalen Freiwilligendienste am 23.09.2026 stand der Austausch über die weitere Stärkung der Freiwilligendienste im Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund des geplanten Bundesgesellschaftsdienstegesetzes bot das Gespräch eine wichtige Gelegenheit, zentrale Anliegen der Jugendfreiwilligendienste direkt mit Bundestagsabgeordneten sowie Mitarbeitenden aus den Fraktionen zu diskutieren.
Die Gesprächsrunde entwickelte sich vor allem zu einem konstruktiven Hintergrundgespräch. Mit Felix Döring (SPD), Ralph Edelhäußer (CSU) und Nyke Slawik (Bündnis 90/Die Grünen) sowie rund zehn Mitarbeiter*innen aus den Büros und Fraktionen konnten fachliche Fragen vertieft und politische Einschätzungen ausgetauscht werden. Deutlich wurde dabei unter anderem die Unzufriedenheit der Parlamentarier*innen darüber, dass die im Entschließungsantrag benannten zusätzlichen 30 Millionen Euro für Freiwilligendienste bislang nicht im Haushalt 2027 abgebildet sind.
Besonders positiv war die hohe Aufmerksamkeit für die konkreten Bedarfe der Freiwilligendienste. Nachgefragt wurde unter anderem zum Gesamtmittelbedarf, zum Zusammenhang von Platzaufbau und einer Erhöhung der Pauschalen, zur Umsetzbarkeit von Stipendien, zum Deutschlandticket, zu Fragen rund um Rundfunkbeiträge, zur Fachhochschulreife in Bayern sowie zu Gesprächen mit den Ländern. Die Vertreter*innen der Freiwilligendienste konnte dabei verdeutlichen, dass ein Ausbau der Plätze und eine auskömmliche Förderung der Träger eng miteinander verbunden sind.
Auch über weitere politische Entwicklungen wurde gesprochen, etwa über Kürzungen bei den internationalen Freiwilligendiensten und die Perspektiven eines möglichen Zivildienstes im Ausland. Zugleich zeigte der Austausch, dass die Stärkung der Freiwilligendienste weiterhin engagierte politische Begleitung braucht. Das Parlamentarische Frühstück hat damit erneut deutlich gemacht, wie wichtig kontinuierliche Lobbyarbeit, belastbare fachliche Argumente und der direkte Austausch mit politischen Entscheidungsträger*innen für die Zukunft der Freiwilligendienste sind.




